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Bewerben? Aber wie richtig?

 

Todsünden bei der Bewerbung

"Schmuddelunterlagen" – Kaffeeflecken oder Eselsohren auf den Unterlagen, zerknittertes Papier und / oder zerknautschte Plastikmappen

Urlaubsbilder oder schlechte Automatenbilder statt Passfoto vom Profi-Fotografen

Unvollständige Unterlagen – Zeugnis(se) und/oder Lebenslauf fehlen

Rechtschreibfehler; mit Tipp-Ex ausgebesserte Stellen

Lose Blätter, die in kleine Umschläge gepresst werden

Falsche Bezeichnung des Unternehmens oder auch des Berufes, für den man sich bewirbt

Klar erkennbare "Serienbewerbung" an viele Firmen gleichzeitig

Nicht aktualisiertes Datum auf dem Lebenslauf (und dem Anschreiben)

0815-Anschreiben, das von einer Vorlage stur abgeschrieben wurde

die Unterlagen in den falschen Umschlag schieben (an ein anderes Unternehmen verschicken)

besonders peinlich wird`s auch, wenn der Empfänger Strafporto bezahlen muss

Bewerbungsmappe – auf eine gute Verpackung kommt es an

Umschlag, Mappe und Papier vermitteln einen ersten Eindruck ihrer Bewerbung. Und der kann bereits sehr entscheidend sein, wenn sich auf dem Schreibtisch des Personalchefs hundert Bewerbungen auftürmen und er 80 davon gleich aussortieren und an den Absender zurückschicken will (so ist angeblich das herrschende Verhältnis).

Schon beim Thema Mappenwahl gehen die Tipps der Experten, die man zu hören oder zu lesen bekommt, weit auseinander. Viele Lehrer setzen immer noch auf die gute alte Kunststoff-Mappe mit durchsichtigem Deckel und in einzelne Klarsichthüllen verpackte und abgeheftete Blätter. Andere raten eher zur edlen Pappmappe. Der Handel bietet eine enorme Vielfalt an preiswerten bis ganz schön teuren aufwändigen Produkten an. Sie sollten schon auf gute Qualität achten, müssen aber keineswegs zum teuersten Produkt greifen. Üblich geworden sind heute Mappen, bei denen eine (oder mehrere) Klemmschienen die Blätter in der richtigen Reihenfolge festhalten - die Klarsichthüllen sind out.

Kurz zum Thema Farbwahl: Pink, giftgrün oder orange mag in einem hohen Stapel an Bewerbungsunterlagen auf dem Schreibtisch eines Personalchefs zwar durchaus auffallen bzw. "rausknallen". Dennoch empfiehlt es sich meistens, sich an gedecktere Blau-, Grün- oder Grautöne zu halten.

Papierwahl

Auf jeden Fall kommt nur das DIN A 4 Format in Frage. Ob nur blütenweißes Papier benutzt werden darf oder auch ein zart getöntes Papier ist bereits wieder Ansichtssache bei den Experten. Einig sind sie sich jedoch darüber, dass es auf keinen Fall liniertes Papier, umweltfreundliches Recycling-Papier oder handgeschöpftes Papier aus Asien sein darf. Das Papier sollte möglichst griffig und hochwertig sein. Das übliche 80 g-Kopierpapier wirkt billig und knittert leicht - etwas festeres Papier (100-120 g kommt besser an.

Umschlag

Damit Ihre perfekte Bewerbungsmappe auch heil beim Unternehmen ankommt, brauchen Sie einen ebensolchen Umschlag. Er muss neu sein (und auch so aussehen), genau passen (in der Regel ist das Format C4 richtig), muss aus festem Papier bestehen und einen Papprücken haben.

Der schönste Umschlag nützt allerdings nichts, wenn Sie beim Adressieren Fehler machen! Firmenanschrift fehlerfrei und vollständig angeben, Absender links oben nicht vergessen und ausreichend rechts oben frankieren! Derzeit verlangt die Deutsche Post für einen Großbrief 3 DM Porto. Größe bis zu 35,3 x 25 cm, Dicke maximal 2 cm, Gewicht maximal 500 Gramm. Sicherheitshalber sollten Sie den Umschlag direkt bei einer Postfiliale aufgeben.

Soweit zu den Äußerlichkeiten der Bewerbung. Und nun kommen wir wir zum Inhalt. Was gehört denn nun alles zu den üblicherweise geforderten vollständigen Bewerbungsunterlagen?

Anschreiben

eventuell ein Deckblatt

Lebenslauf

letztes Zeugnis oder auch die letzten beiden Zeugnisse

Bescheinigungen über abgeleistete Praktika und/oder Kurse

Anschreiben

Das Anschreiben ist das Herzstück einer erfolgreichen Bewerbung. Es ist eine Art Begleitbrief für Ihre gesamten Bewerbungsunterlagen und wird nicht in die Bewerbungsmappe eingeheftet, sondern liegt obenauf. Im Anschreiben nehmen Sie Bezug auf das konkrete Stellenangebot und stellen Ihre Gründe, sich zu bewerben, vor. Bereits aus dem Anschreiben erfährt der Empfänger eine Menge zu Ihrer Person:

Es wird deutlich,

· ob Sie in der Lage sind, ein formal richtiges fehlerloses Schreiben anzufertigen

· ob Sie mit einem Textverarbeitungsprogramm umgehen können

· wie viel Arbeit und Mühe Sie in die Bewerbung und die Vorinformation über den Beruf und das Unternehmen investiert haben

· welchen Sprachstil Sie haben und wie präzise und glaubhaft Sie Ihr Interesse und Ihre Eignung für gerade diese Stelle darstellen können.

Wenn Sie in einem oder sogar mehreren dieser Punkte einen schlechten Eindruck machen, werden Sie kaum das Ziel erreichen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Fangen wir gleich mal mit den allerschlimmsten Fehlern an, die aber leider von sehr vielen Bewerbern gemacht werden. Diese Fehler nerven Personalchefs so stark, dass sie oft nach dem Lesen des Anschreibens gar nicht mehr die übrigen Bewerbungsunterlagen durchsehen, sondern postwendend eine Absage schicken.

Todsünde 1: die Massendrucksache. Ein Bewerber entwirft ein Bewerbungsanschreiben im 08/15 Stil und versendet es an alle möglichen Unternehmen. Lediglich die Firmenadresse tauscht er jeweils aus. Noch schlimmer: er schreibt das Anschreiben wörtlich von einer Vorlage ab, die er irgendwo entdeckt hat (Schülerarbeitsheft u.ä.). Jeder Personalfachmann erkennt und entlarvt so eine Massenproduktion sofort – die Reaktion ist meistens ein Standard-Absagebrief.
Todsünde 2: massive Mängel im Sprachstil. Fangen Sie nicht dauernd Sätze mit "ich" an! Vermeiden Sie Standardfloskeln wie "Hiermit bewerbe ich mich" oder "Hochachtungsvoll" als Grußfloskel, die längst out sind und nur langweilen. Auch Angaben und Abkürzungen wie "Betreff" (betr.:) oder "zu Händen" (z.Hd.), die schon seit Jahren abgeschafft sind, sollten Sie unbedingt vermeiden, wenn Sie nicht den Eindruck erwecken wollen, dass Sie "hinter dem Mond leben". Rechtschreib- und Grammatikfehler sind wirklich leicht vermeidbare Mängel eines Bewerbungsschreibens! Geben Sie Ihre Unterlagen Lehrern, Berufsberatern oder anderen Personen Ihres Vertrauens zur Korrektur.
Todsünde 3: Statt eines klaren, sachlichen, einseitigen Anschreibens einen schwülstigen seitenlangen Roman verfassen, der von Übertreibungen, Klischees und Egozentrik nur so trieft. Die Zeit eines Personalchefs ist begrenzt und kostbar. Sein Interesse wecken Sie eher, wenn Sie in einem knapp und präzise formulierten Anschreiben plausibel darstellen, dass genau Sie der richtige Bewerber für die zu besetzende Stelle sind. Gehen Sie dabei auf die Anforderungen der Stellenanzeige und die Bedürfnisse des Unternehmens ein.

Nach diesen grundsätzlichen Hinweisen, wie Sie es nicht machen sollten, kommen wir jetzt zu ein paar Anregungen, die Sie beherzigen sollten.

Im Zeitalter des Computers hat die gute alte Schreibmaschine ausgedient. Anschreiben werden heute mit PC und einem Textverarbeitungsprogramm geschrieben. Diese bieten prima Hilfen beim Layout eines Briefes – alle Briefteile von der Adresse bis zur Unterschrift werden an der richtigen Stelle des Blattes positioniert.

In ein korrektes Bewerbungsschreiben gehören:

· die eigene Adresse unter Angabe der Telefonnummer ( eventuell auch die eigene E-Mail-Adresse angeben)

· die vollständige Anschrift des Unternehmens mit Angabe des Namens des zuständigen Ansprechpartners

· Datum

· In der "Betreffzeile" den Zweck des Schreibens angeben. Es soll ersichtlich werden, dass es sich um eine Bewerbung handelt und um welche Stelle man sich bewirbt. Wenn Sie sich auf eine Stellenanzeige bewerben, müssen Sie genau angeben, um welche Anzeige aus welcher Zeitung an welchem Tag es sich handelt.

· Anrede: Sehr viel persönlicher als die Anrede "Sehr geehrte Damen und Herren" wirkt es, wenn Sie den Namen des Zuständigen in Erfahrung gebracht haben. Meist ist ein Name in den Stellenangeboten angegeben. Wenn nicht, rufen Sie einfach im Unternehmen an und erfragen den richtigen Ansprechpartner. Lassen Sie sich den Namen auf jeden Fall buchstabieren, damit Sie ihn richtig schreiben!

Einstieg:

Beschreiben Sie, woher Sie erfahren haben, dass es bei dem Unternehmen freie Ausbildungsplätze gibt. Geben Sie neben dem angestrebten Beruf auch den erwünschten Ausbildungsbeginn an.

Hauptteil:

  • Begründen Sie Ihr Interesse für diesen Beruf (Motivation).
  • Erklären Sie, warum Sie glauben, den Anforderungen des Berufes und des Unternehmens zu genügen und warum gerade Sie Ihrem Wunscharbeitgeber besonders nützlich sein können (Qualifikation).
  • Bringen Sie zusätzliche Informationen ein, die nicht direkt aus Lebenslauf oder Zeugnissen ersichtlich sind.
  • Geben Sie die derzeit besuchte Schule und wann Sie (voraussichtlich) welchen Schulabschluss erreichen. Wenn Sie die Schule bereits verlassen haben, machen Sie Angeben zu Ihrer bisherigen Ausbildung und eventuell erzielten Abschlüssen.
  • Beschreiben Sie Ihre Charaktereigenschaften, Hobbys oder Interessen, die Sie speziell für diese Ausbildung geeignet machen.
  • Vergessen Sie nicht zu erwähnen, wenn Sie schon Erfahrungen im angestrebten Beruf oder einem verwandten Bereich gesammelt haben (Praktika, Schnupperlehren, Ferienjobs usw.). - Optimal wirkt es, wenn Sie auch noch triftige Gründe dafür anführen können, warum Sie sich gerade bei dieser Firma bewerben.
  • Bauen Sie geschickt Formulierungen ein, die beweisen, dass Sie sich gut über das Unternehmen vorinformiert haben. Sie können Pluspunkte sammeln, wenn Sie in Ihrem Text genau auf die Schlüsselqualifikationen eingehen, die der Firma besonders wichtig sind. Nett und witzig kann es auch wirken, einen Werbeslogan des Unternehmens einzubauen: "Ford – die tun was. Ich möchte auch gerne für Ford etwas tun ..."
  • Falls Sie sich auf eine konkrete Stellenanzeige hin bewerben, sollten Sie auf den Inhalt der Anzeige Bezug nehmen, ohne wörtlich zu wiederholen, was in der Anzeige stand. Sie können zum Beispiel auf die in der Annonce formulierten Forderungen des Unternehmens eingehen, die Sie erfüllen.

Schluss-Satz:
Hier drückt man meist die Hoffnung auf die Einladung zum persönlichen Vorstellungsgespräch aus. Originellere Varianten wären hier durchaus denkbar!

Grußformel: "Mit freundlichen Grüßen" hat sich gegenüber antiquierteren Formulierungen wie "Hochachtungsvoll" durchgesetzt.

Unterschrift:
Das Bewerbungsschreiben muss auf jeden Fall eigenhändig und mit Vor- und Nachnamen unterschrieben werden.

Anlagen: Führen Sie die Unterlagen auf, die Sie beifügen.

Bemühen Sie sich um eine klare präzise Sprache – kurze Sätze sind besser als lange verschachtelte. Wählen Sie positive statt negativer und/oder zu zögerlicher Formulierungen: "... ist mir vertraut" statt "... ist mir nicht fremd" oder "Ich bewerbe mich" statt "Ich möchte mich bewerben".

Halten Sie sich an einen sachlichen, dabei aber freundlichen Sprachstil. Weisen Sie nur kurz und selbstbewusst auf einige Ihrer Stärken hin, aber vermeiden Sie Übertreibungen und Arroganz.

Wenn Sie erwartet haben, jetzt nach den allgemeinen Hinweisen und Tipps noch ein paar konkrete Beispiele für gute Bewerbungsschreiben "auf dem silbernen Tablett serviert" zu bekommen, werde ich Sie enttäuschen. Ich möchte Sie nicht in Versuchung führen, zu viele Formulierungen aus einer Vorlage beziehungsweise einem "Musteranschreiben" abzuschreiben. Ich will Ihnen nur möglichst viel Hilfestellung geben, ganz eigene auf Ihre Person, Ihren Berufswunsch und das jeweilige Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben wollen, zugeschnittene Anschreiben zu verfassen.

Wenn Sie dennoch unbedingt auf solche Beispiele für Anschreiben Wert legen und von ihnen lernen wollen, dann sollten Sie bei einem der folgenden Links vorbeischauen:

http://www.kbs-koeln.de/hsrenpla/bewerb/bwtips.htm

http://www.erft.de/schulen/vonbodel/bewerb/bwtips2.htm

http://www.mgtt.fn.bw.schule.de/referate/sprachen.htm - Deutschhttp://www.mgtt.fn.bw.schule.de/referate/sprachen.htm#Deutsch

http://scherrer.de/lehrstellenboerse/b_04_bsamp.htm

Deckblatt

Bei der Frage, ob ein Deckblatt unbedingt zu den Bewerbungsunterlagen gehört, gehen die Meinungen der Fachleute, die man zu hören und zu lesen bekommt, wieder auseinander. Ich persönlich finde es schöner, wenn eine Bewerbungsmappe mit einem Deckblatt beginnt.

Auf das Deckblatt gehören:

  • Überschrift: z.B. "Bewerbung als....."
  • Ihr Foto
  • Ihr Vorname und Nachname
  • Ihre Anschrift
  • Ihre Telefonnummer
  • und falls vorhanden auch die Faxnummer und die Email-Adresse

Das Deckblatt soll eine Einladung zum Lesen sein und einen Zusammenhang zur Bewerbung haben ... oder Sie verzichten lieber darauf!

Ein Deckblatt muss zu den übrigen Bewerbungsunterlagen und zum Beruf bzw. der Branche passen. Sinn und Zweck eines Bewerbungsdeckblatts aus Sicht des Arbeitgebers:
ohne die Mappe erst öffnen zu müssen, kann der Empfänger sofort erkennen, für welche Position Sie sich bewerben. So erleichtern Sie bereits im Personalbüro die richtige Zuordnung.

Aus Sicht des Bewerbers kann ein Deckblatt mehrere Funktionen übernehmen:

1) Es hilft die Bewerbung auffällig zu gestalten um so im Bewerbungsstapel aufzufallen.

2) Es trägt aktiv dazu bei einen positiven ersten Eindruck zu machen!

Wenn ein Deckblatt verwendet wird, kann man das Foto mit Hilfe einer Fototasche auf dem Deckblatt platzieren. Das hat den Vorteil, dass man das Foto jederzeit wieder verwenden kann, was bei einem festgeklebten Foto oftmals schwieriger ist.

Lebenslauf

Für 9 von 10 Personalchefs ist der Werdegang ein sehr ausschlaggebendes Auswahlkriterium. Auch den Lebenslauf sollten Sie nicht einfach einmal schreiben und dann für jede Bewerbung unverändert wieder ausdrucken. Er sollte für jede Bewerbung individuell überarbeitet werden und an die Firmenbesonderheiten angepasst werden. Natürlich muss auch das Datum aktualisiert werden und mit dem Datum des jeweiligen Anschreibens übereinstimmen. Viele Bewerber drucken einfach immer wieder ihren Standard-Lebenslauf aus und vergessen dabei die Aktualisierung – ganz schön peinlich, wenn dann einem Anschreiben im August 2000 ein Lebenslauf mit einem Datum vom März 2000 beiliegt ...

Viel Betonung sollten Sie auf die Berufserfahrungen und Qualifikationen legen, die besonders wichtig für die ausgeschriebene Stelle sind. Wenn die Berufspraxis noch fehlt, sollten Sie zumindest abgeleistete Praktika und Neben- oder Ferienjobs angeben und Hobbys nicht unterschlagen, die in irgendeiner Form etwas mit dem angestrebten Beruf zu tun haben.

Der tabellarische Lebenslauf hat sich längst als einzig richtige Form durchgesetzt. Nur sehr wenige Unternehmen wünschen heute noch einen handgeschriebenen Lebenslauf. Also in der Regel am PC gestalten und nur dann von Hand schreiben (in sauberer gut leserlicher Schrift ohne Ausbesserungen!), wenn es ausdrücklich verlangt wird.

Der Lebenslauf eines Erwachsenen mit abgeschlossener/m Ausbildung/Studium und mehrjähriger Berufserfahrung unterscheidet sich natürlich deutlich in Länge und Inhalt von dem eines Schülers.

Erwachsene gehen entweder chronologisch vor und beginnen mit der Schulausbildung, fahren mit weiteren Ausbildungen fort und führen dann ihre verschiedenen Arbeitsverhältnisse auf. Oder sie entscheiden sich für die Gliederung nach Themenschwerpunkten wie: Persönliche Daten, Schulausbildung, Studium, Berufstätigkeit, besondere Kenntnisse... Sie machen normalerweise keine Angaben zu ihren Eltern oder Geschwistern.

Bei einem Jugendlichen, der noch vor der Ausbildung steht und noch keine Berufserfahrung vorzuweisen hat, sieht das etwas anders aus.

Folgende Punkte gehören in einen Lebenslauf:

  • Überschrift ("Lebenslauf")
  • Vor- und Nachname mit vollständiger Adresse und Telefonnummer (und evtl. der E-Mail-Adresse)
  • Geburtsort, Geburtsdatum
  • Staatsangehörigkeit
  • Namen und Berufe der Eltern, Anzahl der Geschwister
  • besuchte Schulen mit Zeitangaben und erreichten Schulabschlüssen
  • besondere Kenntnisse, die nicht aus dem Zeugnis klar hervorgehen (PC-Erfahrungen, Maschinenschreiben, Steno, Führerschein, Fremdsprachen usw.)
  • Lieblingsfächer in der Schule
  • Praktika (Schnupperlehren, Ferienjobs, Au-Pair, Freiwilliges Soziales Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr, Freiwilliges Jahr im Unternehmen usw.)
  • sonstige Aktivitäten (Klassensprecher, Schulsprecher, Schülerzeitung, Leiter einer Jugendgruppe, Freiwillige Feuerwehr usw.)
  • Hobbys
  • Ort mit Datum
  • Unterschrift (eigenhändig und mit Vor- und Nachnamen)

TIPP: Zeigen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen Eltern, Lehrern oder Berufsberatern. Die können bei der Fehlerkorrektur behilflich sein und unter Umständen Verbesserungsvorschläge einbringen!

Zu einigen dieser Punkte möchte ich noch ein paar weitere Hinweise geben:

1. Eltern und Geschwister: ein Schulabgänger sollte auf diese Angaben nicht verzichten, denn viele Personalchefs interessieren sich dafür, "aus welchem Stall man stammt". Geben Sie immer beide Eltern an, auch wenn sie geschieden oder ein Elternteil verstorben ist. Dass die Eltern geschieden sind, müssen Sie übrigens nicht angeben. Personalchefs interessieren sich auch häufig für den Beruf der Eltern – machen Sie besser genaue Angaben wie "Personalsachbearbeiterin bei der Siemens AG" anstatt "kaufmännische Angestellte". Den Geburtsnamen der Mutter vor der Heirat lassen Sie weg – der interessiert nicht. Ihre Geschwister sollten Sie nicht unterschlagen – viele Personalchefs interessiert, ob Sie als Einzelkind oder mit etlichen jüngeren oder älteren Geschwistern aufgewachsen sind.

2. Schulen: alle besuchten Schulen lückenlos aufschreiben. Sollten Sie eine "Ehrenrunde" gedreht haben, versuchen Sie nicht, das durch eine Fälschung der Jahreszahlen zu vertuschen!

3. Besondere Kenntnisse: hier können Sie (berufswichtige) Kenntnisse angeben und in Dauer und/oder Intensität genauer beschreiben, die nicht oder Ihrer Meinung nach nicht genau genug aus Ihren beigefügten Zeugnissen hervorgehen. Bei Sprachkenntnissen könnte das so aussehen: "5 Jahre Schulenglisch, 2 Jahre zusätzliches Wahlfach "Englisch-Konversation", im August 1999 vier Wochen Sprachferien-Aufenthalt bei einer Gastfamilie in London mit täglich drei Stunden Unterricht an einer Sprachenschule." Auch Computerkenntnisse, die heute in den meisten Berufen eine Rolle spielen, sollten Sie möglichst konkret angeben: Also nicht einfach "PC-Kenntnisse", sondern "seit 3 Jahren eigener PC, Grundkenntnisse in Windows 95 und Windows 98, 1 Jahr Programmiererfahrungen in "Visual Basic" und "Visual Basic for Applications", gute Anwenderkenntnisse in "Word, Excel und PowerPoint (Microsoft Office 97), seit ½ Jahr eigener Internet-Account". Falls Ihnen absolut keine besonderen Kenntnisse einfallen, die Sie zu bieten haben, dann lassen Sie diesen Punkt einfach im Lebenslauf weg.

4. Lieblingsfächer in der Schule können Sie, müssen Sie aber nicht angeben. Nicht besonders empfehlenswert ist es, hier ein Fach anzugeben, in dem Sie eine schlechte Note haben. Gut kommt es dagegen an, wenn man hier berufswichtige Fächer angeben kann, in denen die Noten stimmen. Wenn Sie sich entscheiden, diesen Punkt aus dem Lebenslauf wegzulassen, dann lassen Sie ihn bitte aber auch ganz weg. Nicht: "Lieblingsfächer : keine" schreiben, wie ich das häufig in Lebensläufen zu sehen bekomme!

5. Wenn Sie in irgendeiner Form berufliche Vorerfahrungen gesammelt haben oder in die Arbeitswelt hineingeschnuppert haben, dann sollten Sie das in jedem Fall angeben – auch wenn diese Tätigkeit wenig oder nichts mit dem angestrebten Beruf zu tun hat. So manchem Personalchef imponiert es durchaus, wenn Sie Ihr Taschengeld mit einem Nebenjob wie Zeitungsaustragen selbst aufbessern statt nur Ihren Eltern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Bei abgeleisteten Praktika sollten Sie unbedingt genau angeben, von wann bis wann Sie bei welcher Firma in welchem Beruf ein Praktikum gemacht haben. Lassen Sie sich auch unbedingt immer eine Praktikumsbescheinigung ausstellen, aus der hervorgeht, welche Tätigkeiten Sie ausgeübt haben und wie man mit Ihnen zufrieden war. Diese Bescheinigung(en) kommen dann ganz hinten in Ihre Bewerbungsmappe mit hinein.

6. Für den Punkt "Sonstige Aktivitäten" gilt der gleiche Hinweis wie bei "Besondere Kenntnisse" oder "Lieblingsfächer" – wenn Sie keine anführen können (oder wollen), dann lassen Sie diesen Punkt einfach weg. Wenn Sie aber ein wichtiges Amt in der Schul innehaben oder sich in der Freizeit in einer kirchlichen, sozialen oder sonstigen Gruppe besonders engagieren, dann sollten Sie das unbedingt erwähnen. Sie liefern dem Personalchef zusätzliche Anhaltspunkte für die Einschätzung Ihrer Interessenslage und Ihrer sozialen Kompetenzen.

7. Ähnliches gilt für die Hobbys: gern gesehen werden Vereinssportarten oder gesellschaftliches Engagement – die beweisen Teamfähigkeit. Einkaufen oder ins Kino gehen dagegen werden kaum besonders positiv beeindrucken. Falls Sie sehr viele Hobbys haben, sollten Sie nicht alle auflisten, sondern gezielt auswählen, welche davon einen Berufsbezug haben oder Rückschlüsse auf Ihre sozialen Kompetenzen zulassen.

Wenn Sie mit dem Lebenslauf fertig sind, sollten Sie ihn sich noch einmal distanziert unter den Gesichtspunkten Optik und Inhalt betrachten und eventuell verbessern.

Haben Sie keinen wichtigen Punkt vergessen, keine Rechtschreibfehler gemacht und sieht alles ordentlich und übersichtlich aus? Sind keine zeitlichen unerklärten Lücken entstanden? Lücken machen Personalfachleute schnell misstrauisch und sollten unbedingt vermieden werden!

Noch ein Wort zur Schriftwahl: spielen Sie nicht zuviel mit verschiedenen Schriftarten und –größen herum und gehen Sie sparsam mit fett, kursiv und unterstrichen um. Wählen Sie die selbe Schriftart, die Sie auch im Anschreiben benutzt haben und beschränken Sie sich auf zwei oder maximal 3 verschiedene Schriftgrößen. Beim tabellarischen Lebenslauf ist wichtig, dass Sie mit Tabstops oder Spalten arbeiten – nur so sieht das Ergebnis gut aus. Auch auf eine schöne Verteilung über das ganze Blatt sollten Sie achten. Der Lebenslauf darf übrigens auch länger als eine Seite ausfallen – zwei Seiten sollten Sie aber nicht überschreiten.

Falls Sie kein Deckblatt verwenden, dürfen Sie nicht vergessen, ein Foto von sich in der oberen rechten Ecke zu befestigen.

Links:

http://members.tripod.de/ausbildunghb/lebenslauf.htm

http://www.bewerben.de/lebenslauf.htm

Foto

Unterschätzen Sie bitte nicht die Bedeutung und Wirkung Ihres Bewerbungsfotos! Es spielt bei vielen Personalverantwortlichen eine wichtige Rolle für den ersten Eindruck, den sie sich von Ihnen machen. Nur wenige Menschen können sich dem starken visuellen Reiz des Bildes eines anderen Menschen entziehen - die meisten neigen dazu, spontan zu entscheiden, ob ihnen dieser Mensch sympathisch oder unsympathisch ist und interpretieren eine ganze Menge an Vermutungen in das Bild hinein.

Gehen Sie unbedingt zu einem guten Fotografen! Verwenden Sie auf keinen Fall Urlaubsfotos oder Bilder aus dem Automaten!

Schieben Sie den Fototermin nicht bis zum letzten "Drücker" auf! Gehen Sie zum Fotografen, wenn Sie sich richtig gut fühlen und nehmen Sie sich Zeit. Lassen Sie lieber ein paar mehr Fotos machen, unter denen Sie dann auswählen können.

Die Farbe spielt eigentlich keine Rolle - entscheiden Sie selbst, ob Sie sich schwarzweiß oder bunt besser gefallen.

Das Format sollte etwas größer als ein normales Passbild sein, etwa 4,5 mal 6,5 Zentimeter. Formate zwischen Postkarten- und Plakatgröße sind Fotomodellen und Schauspielern vorbehalten!

- Klassisch ist das Hochformat.
- Quadratisches oder Querformat bietet aber auch "aussagende" Möglichkeiten.

Die Kleidung sollte man dem Beruf entsprechend auswählen. Am besten das tragen, was auch während der Arbeit angesagt ist (aber natürlich kein Blaumann). Für die Bewerbung bei einer Bank oder Versicherung also Hemd, Sakko und Krawatte oder Bluse, Kostüm oder Kleid. Kein Ausschnitt bis zum Bauchnabel - Pin-up-Fotos sind nicht angesagt! Vermeiden Sie wildgemusterte Hawai-Hemden und knallbunte Farbzusammenstellungen! Nehmen Sie eventuell sogar verschiedene Outfits mit und ziehen Sie sich zwischen den einzelnen Aufnahmen um.

Nicht extrem mit Schmuck behängen und nur dezent schminken! Ausgeschlafen sollte man auch sein. (Augenringe kann auch die beste Retusche nicht beseitigen.)

Kontrollieren Sie im Spiegel, ob Ihre Frisur auch richtig sitzt! Nicht verkehrt ist es, wenn Sie vor den Aufnahmen einen Friseurtermin einplanen.

Lassen Sie mehrere Fotos in verschiedenen Positionen machen.

Leicht lächeln! Also weder breit grinsen, noch zu ernst oder grimmig dreinblicken. Sie wollen doch eine möglichst sympathische Ausstrahlung erzielen.

Nachdem Sie nun im Besitz einiger Bewerbungsfotos sind, sollten Sie diese Fotos von Freunden und Bekannten prüfen lassen. Sollten Sie Kommentare wie "Wer ist das?" oder "Du bist schon mal besser getroffen worden" hören, wäre es ratsam, diese Fotos für eine Bewerbung nicht zu verwenden. Denn der Personalentscheider macht sich seine Gedanken und entwirft ein eigenes Bild der Person, die er zum Bewerberinterview eingeladen hat.

Wie befestigen Sie das Foto?

Vergessen Sie auf keinen Fall, auf der Rückseite mit einem weichen Stift Ihren Namen und Ihre Anschrift zu vermerken. Falls sich das Foto ablösen sollte, kann es Ihren übrigen Unterlagen so wieder zugeordnet werden.

Ich empfehle, das Foto ausschließlich in der oberen Hälfte der Rückseite mit einem schmalen Klebestreifen von einem Klebestift zu versehen. Das Foto kann so bei Rücklauf der Unterlage wieder entfernt und erneut verwendet werden. Keinesfalls sollte das Foto mit dem Klebestift oder einem sonstigen Klebemittel ganzflächig bestrichen werden. Das hinterlässt auf der Rückseite des Deckblattes hässliche Spuren. Als Klebemittel eignen sich zudem Hafties. Prüfen Sie, ob das Foto gerade auf dem Deckblatt oder auch dem Lebenslauf klebt. Der richtige Platz ist mittig auf dem Deckblatt oder in der rechten oberen Ecke des Lebenslaufs.

Wenn Sie lieber Fotoecken verwenden möchten, müssen Sie sie sehr sorgfältig aufkleben. Wenn Sie sie nicht gerade und im richtigen Abstand auf das Papier bringen, sieht das Ganze sehr unprofessionell aus.

Auf keinen Fall sollten Sie das Foto per Büroklammer befestigen. Extrem schief liegt auch der Bewerber, der sein Foto in einem milchigen Plastiktütchen auf das Blatt tackerte.

http://www.freundin.de/PFD/PFDJ/PFDJ10/pfdj10b.htm

http://www.authentisch-bewerben.de/texte/onlinetipps/bewerbung/bew_allg/foto.htm

Zeugnis(se)

Nach dem Lebenslauf heften Sie Ihr letztes Schulzeugnis in die Mappe - immer nur in Form einer Kopie, denn das Original dürfen Sie nicht aus der Hand geben. Nur Behörden verlangen in der Regel eine beglaubigte Kopie. Auch für Kopien sollten Sie weißes gutes Papier verwenden und sehr auf die Kopierqualität achten - schwarze Streifen oder Flecken vermeiden.

In folgenden Fällen sollten Sie nicht nur das letzte, sondern auch die beiden letzten Zeugnisse beilegen:

  1. Wenn es in der Anzeige ausdrücklich verlangt wird
  2. Wenn Ihre Noten im vorletzten Zeugnis besser waren als im letzten
  3. Wenn nur im vorletzten Zeugnis ein berufswichtiges Schulfach mit einer guten Note enthalten ist und Sie dieses Fach im neuen Schuljahr nicht mehr belegen

Das neueste Zeugnis heften Sie dann vor dem älteren ein.

Bescheinigungen

Ihre Bewerbungsmappe können Sie jetzt noch mit Kopien von Bescheinigungen erweitern, aus denen Ihre Qualifikationen hervorgehen, wie:

  • Bescheinigungen über abgeleistete Kurse
  • Praktikumsbescheinigungen
  • besondere Prüfungen

In bestimmten Branchen beziehungsweise bei der Bewerbung für einige Berufe ist es durchaus auch üblich und erwünscht, dass Sie Arbeitsproben beilegen. So könnte ein angehender Technischer Zeichner einige (kleine) technische Zeichnungen beilegen, eine künftige Damenschneiderin Fotos von selbstgeschneiderten Kleidungsstücken oder ein Bewerber um eine Ausbildungsstelle zum Fotografen auch eine Auswahl von besonders gelungenen Aufnahmen.



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